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Kulinarik-Tipps

Hier warten viele tolle Tipps und jede Menge spannende Infos rund um die griechische Küche auf dich.

Über Oliven & Olivenöl

Olivenöle

Ob zum Braten oder für Salate: Ein gutes Olivenöl darf in keiner Küche fehlen! Aber die Auswahl an Olivenölen ist riesig.

Woran erkennst du nun ein gutes Olivenöl? Kaum ein Olivenöl verzichtet auf die Qualitätsangabe „nativ extra“ oder „extra vergine“. Und was heißt das? Ganz einfach: Die Oliven für diese Öle werden halbreif gepflückt und ausschließlich mit mechanischen Mitteln zu Olivenöl verarbeitet. Das ist die sogenannte Kaltpressung. Neben diesem sehr hochwertigen Öl gibt es einfache Olivenöle, die meistens aus raffiniertem und nativem Öl gemischt werden. Der Vorteil der einfachen Öle: Du kannst sie sehr hoch erhitzen und deshalb gut zum Braten nehmen.

Übrigens: Einige Flaschen werben mit der Eigenschaft „erste Pressung“. Das ist irreführend! Jedes Extra-vergine- oder Nativ-extra-Öl wird nur ein einziges Mal gepresst – es gibt hier keine weiteren Pressvorgänge.

Oliven haltbar machen

Frisch gekaufte Oliven halten im Kühlschrank normalerweise mindestens eine Woche. Wenn du die Oliven in eine verschließbare Schüssel gibst und mit einer Salzlake bedeckst, sind sogar zwei bis vier Wochen möglich. Noch einfacher: Bedecke die Oliven mit Olivenöl. Das Öl kannst du dann ja für Marinaden wiederverwenden.

Olivenöl aromatisieren

Ob für den Eigenbedarf oder als schönes Mitbringsel – aromatisiertes Öl frischt so manches Essen auf und du kannst es ganz einfach selbst herstellen.

Für das Grundrezept benötigst du: eine Weißglasflasche mit möglichst weitem Flaschenhals und mit Verschluss, gutes Olivenöl extra vergine sowie Obst, Kräuter, Knoblauch o. Ä.

Also alles, was du zum Aromatisieren verwenden möchtest. Und zwar eine Menge davon! Die Glasflasche sollte, locker geschichtet, bis zur Hälfte gefüllt sein. Vor der Befüllung gut reinigen, dann das Aromagut einschichten und die Flasche ganz mit Öl füllen. Das Ganze danach eine Woche ziehen lassen. Wichtig ist hierbei, dass alles vollständig bedeckt ist, denn wenn Teile über die Flüssigkeit herausragen, fangen diese leicht an zu schimmeln!

Richtig grillen

Lamm grillen

Viele Griller schwören auf das klassische direkte Grillen über der Glut. Beim indirekten Grillen hingegen liegt das Grillgut nicht direkt über der Hitzequelle. Unter dem Fleisch befindet sich hierbei oft nur eine Tropfschale mit Wasser. Fürs direkte Grillen eignen sich vor allem Lammfilet und -lachs. Bei indirektem Grillen fühlen sich Lammhaxe, -keule, -nacken und -schulter wohler. Sowohl indirektes als auch direktes Grillen vertragen Lammkarree und -rücken bzw. -koteletts. Oder bist du Smoker-Fan? Dann nämlich solltest du dich für Lammschulter oder -haxe entscheiden, weil diese länger grillen dürfen. Mit leckeren Kräutern gefüllt und sanft geschmort, gelingt im Smoker auch Lammkeule sehr gut.

Und kombiniert mit unserem Patros oder unseren Patros Miniwürfeln ist Lammfleisch vom Grill eine echte Sensation!

Mit Pergament grillen

Alufolie ist beim Grillen der Klassiker, weil Gemüse darin knackig-saftig wird. Aber probiere doch auch einmal das Garen in Pergament! Es schützt die Aromastoffe des Grillguts optimal und lässt sich auf dem Teller sehr schön anrichten. Kombiniert mit Folie hast du so ein ungewöhnliches mediterranes Duo für deine Grillparty. 

Die Glut „lesen“

Natürlich unterscheidet sich die ideale Grilltemperatur je nach Grillgut und Rezept. Um herauszufinden, wie heiß der Grill gerade ist, gibt es eine ganz einfache Faust- bzw. Handregel:

Halte deine Hand in zwölf Zentimeter Abstand über den Rost. Wenn du es locker acht bis zehn Sekunden aushältst, liegt die Temperatur bei 120–175 °C. Hast du bereits nach fünf bis sieben Sekunden das dringende Bedürfnis, die Hand wegzuziehen, herrschen ungefähr 175–230 °C. Und wenn du die Hitze nur zwei bis vier Sekunden erträgst, liegen 230–290 °C an. 

Raffiniert geniessen

Zaziki richtig zubereiten

Für Zaziki solltest du nur hochwertigen Joghurt mit mindestens zehn Prozent Fett verwenden. Sonst wird das fertige Gericht zu wässrig. Die geraspelten Gurken nur leicht salzen, einige Minuten stehen lassen und das austretende Wasser gut ausdrücken. Erst dann mit dem Joghurt mischen. Du kannst die Gurken auch in kleine Würfel schneiden, anstatt sie zu raspeln, denn so bleibt die Textur besser erhalten. Ausserdem kann man je nach Geschmack gehackte Minze unterheben oder ein wenig Dill einrühren.

Garen in Weinblättern

Weinblätter sind meistens in Essiglake eingelegt. Darum solltest du sie vor der Verwendung gut mit Wasser abspülen. Den Stiel unbedingt entfernen! Weinblätter sind ideal fürs schonende Garen von Fisch oder zartem Fleisch in Dampf-Backöfen – oder konventionell mit einem Bambuskörbchen, wie es in der asiatischen Küche verwendet wird.

Herzhafte Aufläufe

Aufläufe sind praktisch, weil du ganz spontan aus verschiedenen Zutaten in Kühlschrank und Vorratskammer tolle Gerichte zaubern kannst. Wenn du Aufläufe machst, solltest du zunächst darauf achten, dass die Form gut gefettet ist! Das ist das A und O.

Die Zutaten wie Fleisch und Gemüse solltest du immer mit etwas kombinieren, das die Flüssigkeit aufsaugt, also Nudeln, Kartoffeln oder Brot. Gemüse am besten vorgaren und den Backofen vorheizen. Übergieße alle Zutaten mit einer Eier-Milch-Mischung. Gegen Ende der Backzeit überziehst du das Gegarte mit einer Bechamel- oder anderen weißen Grundsauce. Erst in den letzten Minuten streust du Käse und Butterflocken nach Bedarf über das Gericht, damit beides schmelzen kann. Fertig. Sollte wider Erwarten etwas übrig bleiben, kannst du die Reste auch gut noch einmal warm machen.

Hülsenfrüchte

Das Einweichwasser der Hülsenfrüchte kannst du grundsätzlich zum Kochen weiterverwenden. So gehen keine Inhaltsstoffe verloren. Magenempfindliche, die zu Beschwerden neigen, sollten es allerdings lieber weggießen. Beim Wässern der Hülsenfrüchte solltest du unbedingt darauf achten, dass keine Gärung stattfindet. Hülsenfrüchte werden am besten ohne Salz gegart, da sie sonst nicht richtig weich werden. Bei zu starkem Kochen besteht die Gefahr, dass die Hülsenfrüchte zerfallen oder die Schalen Blasen werfen. Um das zu verhindern, kannst du sie vor dem Kochen trocken erhitzen. Auch in zu hartem Wasser werden die Hülsenfrüchte nicht richtig weich. Abhilfe schafft hier kalkarmes Mineralwasser oder eine Prise Natron. Nach den Packungsangaben sind die Hülsenfrüchte meist sehr lange haltbar. Aber am besten verbrauchst du sie innerhalb eines Jahres.

Patros mit Süßem kombinieren

Hast du schon einmal probiert, Süßes mit Patros zu kombinieren? Versuch doch einmal süß-scharfe Obstsalate mit Patros und dazu etwas Chili und Honig, wie z. B. pochierte Birne mit Trauben und Honig. Für den Sommer ist Melone mit Minze zu Patros besonders empfehlenswert. Das passt auch super zu Nüssen. Etwas raffinierter sind Crèmes, bei denen Patros mit Crème fraîche, einem Spritzer Olivenöl und Zitronensaft vermischt wird. Dazu servierst du einfach eingemachte oder frische Feigen. 

Nützliche Küchentricks

Suppe versalzen

Was tun, wenn dir das Salzfass über der Suppe aus der Hand gerutscht ist? Da gibt es eine ganz einfache Lösung: Einige Kartoffeln schälen und in dünnen Scheiben direkt zur Suppe geben. Lass sie ein paar Minuten mitziehen und nimm die Scheiben danach aus dem Topf. Sollte die Suppe dann immer noch zu salzig sein, einfach noch etwas Sahne oder Milch dazugeben, falls es sich um eine Rahm- oder gebundene Suppe handelt. Das hilft in den meisten Fällen!

Das perfekte Steak

Gekühltes Fleisch solltest du erst einmal 20–30 Minuten auf Zimmertemperatur bringen. Sonst braucht es länger, um die richtige Kerntemperatur zu bekommen. Im schlimmsten Fall verbrennt es sogar außen, bevor es innen durch ist. Gefrorenes Fleisch bitte niemals direkt auf den Grill legen. Zum Testen des Gargrades schneidest du das Steak nicht an, sondern drückst es lieber mit dem Finger. Es ist innen noch blutig (rare), wenn es so weich wie deine Lippen ist. Rosa (medium) ist es gegrillt, wenn es sich wie deine Nasenspitze anfühlt. Und wenn du es gut durch (well done) magst, sollte das Fleisch so hart wie deine Stirn sein. 

Die Marinade

Fisch und Fleisch gewinnen durch eine leckere Marinade an Geschmack. Dabei ist es wichtig, dass die Marinade kein Salz enthält, damit Fleisch oder Fisch kein Wasser ziehen. Gesalzen wird erst ganz zum Schluss. Geflügelfleisch gewinnt durch eine Marinade aus Rotwein, Frühlingszwiebeln und etwas Lorbeer sowie Wacholder. Alle anderen Fleischsorten kannst du sehr gut mit einer Marinade aus Olivenöl, Knoblauch, Oregano und Basilikum aufwerten. Du kannst auch Raps- oder Maiskeimöl verwenden.

Nicht geeignet sind dagegen zum Beispiel Distel- oder Traubenkernöl. Diese Öle sind eher für Salate gedacht. Besonders intensiv wird die Marinade, wenn du frische Kräuter aus dem Garten verwendest. Um die intensiven Aromen der Gewürze und Kräuter in der Marinade zu erhalten, sind auch Gewürz- und Kräuteröle eine Bereicherung.